Rezensionen

DEN DRITTEN DAS BROT, Septime, Wien 2016

„Auf 140 Seiten gelingt es Gabriele Vasak auf schlichte, aber ergreifende und respektvolle Weise diese Geschichte zu erzählen, deren Grauen aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart wirkt.“

Nikola Landein, ekz Bibliotheksdienst

 

„Vielleicht kann dieser Besuch die Geschichte beruhigen. Gabriele Vasak erzählt behutsam von einem beinahe therapeutischen Besuch in der fernen Kindheit. Was immer auch an gesellschaftlichen Umbrüchen geschehen sein mag, irgendwo liegt für jeden von uns eine unversehrte Kindheit parat, die wir noch zu Lebzeiten ausgraben müssen.“

Helmuth Schönauer, biblio.at

 

„Vasak beschreibt das nicht pathetisch, nicht anklagend und nicht eindimensional, sondern mit einer gehörigen Portion Respekt, den Tätern, den Opfern, den einfachen Menschen gegenüber. Das schlicht Menschliche, das Gefühl siegt am Ende über die Schatten der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart hereingreifen wie Skelettfinger, es reicht aber schon, die dürre Hand nicht zu ergreifen und stattdessen in heißen Nächten auf einer Terrasse ein Glas Zitronenlimonade zu trinken, den Wind im Haar…“

Bernd Schuchter, Literaturhaus Wien

DUNKELWEIß – ÜBER DIE VERMEINTLICHE LIEBE, Bibliothek der Provinz, Weitra 2012

Vasak feiert aus erklärt weiblichem Blickwinkel den Glückstaumel in enthusiastischen Wortreihen, schildert aber auch die Enttäuschung, die in einem der kürzesten Gedichte abgehandelt wird: „Mein Geliebter/Hat/Eine Geliebte“. Der Hass, der dieser Entdeckung folgt, ist literarisch nicht weniger ergiebig als das Liebesglück davor.

Liebeslyrik ist – auch wegen der Fülle mächtiger Vorbilder – kein einfaches Genre. Aber Gabriele Vasak findet eigene Töne zur Anrufung der Liebe, die laut Untertitel indes nur „vermeintlich“ ist.

Hermann Schlösser, Wiener Zeitung

MAUERSEGELN. Milena, Wien 1998

Mit diesem Romanerstling ist Gabriele Vasak ein Stück intelligente und stilsichere Literatur zur Arbeitswelt gelungen.

Helga Pankratz, an.schläge

 

Vasak liefert mit diesem Roman, der durchwegs realistisch gehalten ist, eine gut recherchierte (oder erlebte) Milieustudie, ein beachtenswertes Debüt.

Rudolf Kraus: Bücherschau.

 

„Mauersegeln“ ist eine gelungene Erzählung aus einem Lebensbereich, den viele Schreibende nicht interessant genug für eine Geschichte finden: aus der Arbeitswelt. Weniger realistisch als superrealistisch, weil Beobachtetes zum Alptraum verdichtend, ist Vasaks Bericht ausgefallen. Amüsant, gut zu lesen und insgesamt sehr treffend.

Facts. Zürich.

 

Manchmal muß einfach etwas in der Literatur gut ausgehen, damit man die Niederlagen im Leben aushalten kann. (…) Neben der für Männer nicht gerade lustigen Analyse der männlichen Arbeitswelt besticht dieser Roman einfach durch die Tatsache, daß es Bremswege gegen das Lebensgefälle gibt und manchmal die Rettung bereit steht für Menschen, die den Abflug wagen.

Hemuth Schönauer. Gegenwartsliteratur.

 

Literarisch versiert verpackt ein Feldzug der Selbstbehauptung einer Frau in männlichen Machtmechanismen.

Claudia Wlasisch. Infam.

 

Modernes Märchen von einer grauen Büromaus, die sich zum Racheengel über ihre Bosse aufschwingt.

Emma.